OWK´s Blog

Ohne weiteren Kommentar ?

Der verhinderte Webmillionär

07.08.08 (Persönliches)

Heute war ich beim Finanzamt. Nachdem vor paar Monaten schon beim Sozialamt ein Brief auftauchte, wo mich jemand des Geld scheffelns bezichtigt, war nun das Finanzamt an der Reihe. Wieder ein netter Brief eines angeblichen Menschen mit dem Hinweis, Herrn Edgar Hofer mal zu überprüfen, da dieser ja “beträchtliche Einkünfte” durch einige Webseiten hat, nebstbei auch noch “erfolgreicher Buchautor” sei, und sogar sowas wie Seminare gibt. Frecherweise all dies *neben* seinen Unterstützungen, die er durch das Sozialamt erhält.

Langsam wirds langweilig. Aber wenigstens hab ich wieder mal was zum schreiben.

Ich hör ja immer wieder sowas, auch öffentlich in Foren, kürzlich im Subhash-Forum, im April im Satsangforum, gibt immer wieder Leute die da merkwürdiges auf mich filmen. Und das lesen dann wiederum andere, und wie im Kindergarten bei der stillen Post gibts plötzlich nen Großverdiener, nur weil man “öffentlich” ist, der, oh welch Schande, vom Sozialstaat Geld annahm, wo er doch eh so n Webmillionär ist mit all seinen Webpages. Weil ne Webpage muß ja - zumindest in diversen Kleinhirnen - immens viel kosten oder immens viel abwerfen (je nach Wahl), und überhaupt, der Typ gibt “Satsang”, und Bücher hat er auch geschrieben, und da - in diversen Kleinhirnen - ja jede Tätigkeit mit Geld verbunden sein muß, gibts ja nur eine logische Schlußfolgerung, ne? Und weil einen das ja “so viel angeht” (haha), und man grad nix anderes zu tun hat, schreibt man halt halb-anonyme Briefe an diverse Ämter. Das ist ja so lustig und ein netter Zeitvertreib, sonst ist das Leben ja zu langweilig … - und vor allem hat man bei Mutti ja nix zu sagen, also schaut man, daß man dieses Machtvakuum halt anders füllt.

Und ebenfalls ganz sicher: Der oder diejenige wird wohl auch diese Zeilen hier lesen, also:

Hallo Arschloch ;-)

Leider muß ich dir berichten, daß deine Filme über mich leider nur deine Filme sind. Gern wär ich ja wirklich Millionär, aber leider leider. An Buchtantiemen mach ich im Schnitt jährlich 500-600 Euronen, an meinen Webseiten (Werbung). verdien ich nochmal soviel. Davon muss ich dann natürlich auch die Kosten abziehen, da bleibt ned viel. Und, liebes Arschloch, Satsang mach ich aus Idealismus - nach Abzug meiner Reisespesen bleibt da meist genug, um vielleicht ein paarmal, maximal für ne Woche oder so, Essen zu gehen. Hätt ich monatlich ein Tantraseminar, wär die Sache vielleicht anders, aber da bin ich ja absolut zu faul, um irgendne Werbung zu machen - und so bleib ich mit meinen 2-3 dementsprechenden Auftritten jährlich auch noch weit unter dem, was man eigentlich “Einkommen” nennen würde.

Aber dank dir, liebes Arschloch, bekomm ich wenigstens seit April nichts mehr vom Sozialamt und muss mit diesen durchschnittlich 200 Euro “Zusatzeinkommen” monatlich auskommen. Und ebenfalls dank dir, und da dank ich dir wirklich, werd ich meine Wohnung diesen Monat hier auflösen und zur Freundin ziehen. Das hat aber eher liebestechnische Gründe, die dich ansonsten ohnehin nix angehen.

Und, dank dir, liebes Arschloch, musste ich heute bei einer ärztlichen Untersuchung zu lange warten und diese Abbrechen, weil anscheinend das Sozialamt nun auch überprüft, ob ich dort überhaupt noch “krankenversichert” bin.

Und ebenfalls dank dir, liebes Arschloch, ist mir auch die Blogschreiberei vergangen - und auch aus den Foren hab ich mich weitgehend zurückgezogen. Macht nämlich nicht wirklich Spaß, derart “verfolgt” zu werden, wenn man “öffentlich wirkt”. Weil auch wenn deine Projektionen und Filme zwar nicht stimmen - die Auswirkungen spür ich trotzdem.

Sei’s drum, liebes Arschloch, denn: Gott ist in dir und schaut dir zu - und Karma ist ja nicht nur n Konzept für mich ;-)

Aber eines muss ich dir trotzdem sagen: Es geht mir, zu deinem Bedauern, noch immer gut - ganz sicherlich besser als Dir. Und leider wünsch ich dir ganz aufrichtig und völlig “unerleuchtet” alles Schlechte dieser Welt.

theEd

PS: Einkommenssteuererklärungen muss man in Österreich übrigens erst ab 10.000 Euro Jahreseinkommen abgeben. Sobald ich also mit meinem “spirituellen Wirken” fünfmal soviel verdiene wie jetzt, ist das vielleicht für die Zukunft echt mal ne Option. PPS: Und übrigens, heißer Tip Leute: Wenn Du, der Leser, oder die Leserin, zufällig schon über 90 bist, schwer reich, keine Kinder, und nicht weißt wohin mit deinem Geld und was absolut sinnvolles damit machen möchtest (z.b. Edgar ermöglichen, daß er für den Rest seines Lebens schreiben und satsangen darf): Her damit… ;-) - in Austria ist grad die Einkommens- und Schenkungssteuer temporär abgeschafft worden (glaub ich; dunkel sowas gehört hab…). (Shit - ich hätt echt ne Kirche gründen sollen…).

14 Kommentare

  • 1
    tobias:

    *gg*

    Ähm, soll ich noch was sagen, Ed? ;-)

    Liest sich gut … ich schreibe nachher was in meinen Blog, daher kam ich eigentlich hier rein, den ich ja in einem nächtlichen Anfall gestutzt hatte, mit meiner Domain. Dazu später … :-)

  • 2
    owk:

    :-)

  • 3
    tobias:

    Zu deinem Nachtrag, Edgar:

    Ich bin ja eh inzwischen der Auffassung, dass das, was man “Satsang” nennt, im Rahmen dessen, was sozial üblich ist, durchaus etwas kosten darf. Aber dazu sollte man vielleicht den “spirituellen Bereich” verlassen, und das eher in Hinsicht auf “allgemeine Wellness” oder was auch immer, umgestalten. Spricht nichts dagegen, da das”normale Leben” genauso “spirituell” ist, besser “gewöhnlich”. In der momentanen Phase halte ich von diesem immanenten Anspruch auf “Kostenlosigkeit”, der sich traditionell mit Satsang verbindet gar nichts mehr, denn es fehlt die andere Seite der Tradition … die “Gabe an den Guru” … und diese Krücke “empfohlene Spende” ist eigentlich etwas blödsinnig. Etweder es kostet, oder halt nicht. aber da die andere Seite der Tradition fehlt, “die Gabe an den Guru”, kann auch die “Kostenlosigkeit” entfallen. Es ist halt eine Veranstaltung, wie ein dia-Vortrag über Eidechsen. Und in der Weise, wie der halt 3,5 Euro kostet, Eintritt, oder was auch immer, kostet halt auch “Satsang”. Da erwartet auch niemand, dass es kostenlos sein muss. Ist so eine Gehirnschranke in Bezug auf Satsang. Und daher sollte man diesen “spirituellen Bereich” mit Veranstaltungen dieser Art wohl auch eher meiden, und sich dem “ganz gewohnten gesellschaftlichen Kulturaustausch” zuwenden.

    Meine momentane Meinung … ;-)

    tobias

  • 4
    hechtsheimer72:

    ui ui ui

    *ohne Worte* drück Dich

    liebe Grüße
    von Claudi

    und für den von Dir so nett angeschriebenen Anzeiger hätte ich da noch einen Tipp was so die Rechenschaft später mal anbelangt, was man so angestellt hat….. also viel später, da steht das so drin, dass man da schon mal anschaut was man so verzapft hat und manche würden da die Zeit schon gerne zurück drehen und manches anders machen:

    “Leben nach dem Tod” oder “Das Licht von drüben” von Raymond A. Moody

  • 5
    sara:

    Hallo Edgar,

    mönsch, da scheint aber echt jemand ne dicke Lippe zu schieben. Verstehe gar nicht, dass es Menschen gibt, die so drauf sind. Aber wie Du schon so schön sagst, Karma ist everywhere *gg* … da gibt es übrigens ein ganz gutes Buch mit dem Namen ‘Mieses Karma’ … kann ich dem Arschloch nur empfehlen ;-)

    Dir alles Liebe,

    Sara

  • 6
    owk:

    Jo, danke für die Feedbacks ihr Leute ihr ;-)

    Schön …

    Jo, wegen Karma: Möcht mal wissen, was für mieses Karma ich mir aufgeladen habe, daß jemand so ablädt. Aber weiss man nie … - nur sowas hab ich nie gemacht, zumindest nicht in diesem Leben. Aber im wesentlichen ists ja eh wurscht … - man weiss nie, wofür es gut ist, und ich zähle mich eher zu den Menschen, die auch bei einer “Niederlage” eher denken, daß ja auch diese jenigen “Ungönner” von der “Allmacht” benutzt werden und meißt hatte auch sowas ein positives Outcome (zumindest bisher in meinem Leben…).

    Aber rein menschlich gesehen find ich das fies und trippig und doch eher bösartig. Oder zumindest neidvoll. Wenn der Neid wenigstens berechtigt wär (also ich z.b. wirklich in Geld schwimmen würde), dann könnt ichs ja noch nachvollziehen und verstehen oder so. Aber so ? Nuja.

    Habe im Beitrag auch mal meine Emotion dazu ausgedrückt (ala “wünsch dir alles schlechte”), wobei ich da mittlerweile eher schon wieder Mitleid empfinde. Was, wenn demjenigen wirklich negatives geschieht? Möcht ich auch nicht wirklich verantwortlich dafür sein.

    Also, falls du mitliest liebes “Arschloch”, (sorry daß wir dich grad so nennen, aber bist du ja auch, so nennt man halt Deinesgleichen), sagen wir mal so: Du bist mir egal ;-) - und wünschen tu ich dir gar nichts. Bestenfalls, daß Gott mit dir ein Einsehen hat und dir gönnt, auch mal zu reflektieren, was Menschlichkeit bedeutet.

    theEd

  • 7
    sara:

    P.S.

    Achja, hab ich ganz vergessen…alles Gute für das Zusammenziehen, bzw. zusammen leben wollen. Freut mich sehr für Euch :)

    Und was ‘mieses Karma’ betrifft…sehe ich das nicht wertend (das Buch heißt so, ziemlich witzig ge- und beschrieben)…Aktion=Reaktion. Und reagierst jetzt darauf. Das ist genau das, was A-loch bewirken möchte. Ich habe eher den Eindruck, dass da eine ganz arme Socke hintersteckt, der/die sonst nicht weiß, mit seinem/ihrem Leben was anzufangen. Deshalb denken sie sich was aus und machen anderen Menschen das Leben schwer. Ätzend genug für den Betroffenen, aber wahrscheinlich noch ätzender für das A-loch, weil es sich sein ganzes Leben mit rumschleppt und wahrscheinlich noch ein paar mehr…

    Dir und Deiner Liebsten wünsche ich jedoch alles Liebe und es wird sich schon wieder regeln, da bin ich sicher!

    Liebe Grüße,

    Sara

  • 8
    tobias:

    Ich wundere mich, meine Lieben, was ihr alles über Karma und weitere Leben wisst, verfolge ich diese Kommentare … ;-)

    Nun kann ich nicht erkennen, dass es “Karma” und “weitere Leben” im Sinne einer “spirituellen Lehre” überhaupt gibt, ausser als menschliche Vorstellungen, um eine getrennte “Entität” meiner selbst, ich …wie sie durch den Körper in Erscheinung tritt ;-)

    “durch den Körper bedingt, mit dem Körper entstanden, mit dem Körper vergangen” … Karma … eine Umschreibung der komplexen unüberschaubaren Bedingungskette seit dem Urknall, der dieser Köper unterliegt …

    mehr ehe ich da nicht, an “höherer Gewalt”, außer, dass sie natürlich
    vollständig ist, alles umfasst.

    (das mal nur so am “Rande der Bande”, als Ringrichter sozusagen ;-) )

  • 9
    owk:

    Jo…. - danke Sara für die lieben Wünsche. Ja, das zusammenziehen ist spannend. “Fühle mich wieder bereit” wie man so schön sagt. Und sind ja schon seit mehr als 2 Jahren “zusammen” - wenngleich eben bisher mit getrennten Wohnungen.

    “Mieses Karma”: War Zufall, daß ich das genauso nannte, wie der Buchtitel… - und, naja, der kann ja auch nicht aus seiner Haut, und sein (oder ihr) Verstand hat sich eben zusammengereimt “Edgar hat viel Kohle, weil Edgar hat Webseiten und Bücher geschrieben, und wer sowas macht, hat ganz sicher viel Kohle” oder sowas. Also eigentlich alles nur basierend auf nen Film, Trip, Irrtum - naja.

    Egal.
    theEd

  • 10
    tobias:

    Vielleicht komme ich ja mal nach Wien, Edgar. Mich würde ja immer noch interessieren, was passiert, wenn man sich als Bettelmönch an die Straße setzt, in einer Mönchsrobe, die Augen schließt, und eine Schale vor sich stellt. Vielleicht noch einen kleinen Zettel auslegt, den sich die Passanten mitnehmen können.

    Wahrscheinlich wird man irgendwann von der Polizei kontrolliert, keine Ahnung … ;-)

  • 11
    Martina:

    Ein Bettelmönch hat keinen Ausweis.

  • 12
    mind.it:

    dir ist ja klar, dass viele leute (bekannte und unbekannte) deinen bisherigen einsatz, mit den vielen satsang-materialien und erfahrungen an die öffentlichkeit zu gehen, sehr schätzen. auch für mich hat sich da vor ein paar jahren ein schub in die “richtige” richtung ergeben.

    ich weiss aber auch, dass viele vorreiter und leute aus der weiteren eso-szene, die einfach nur mal ihre perspektive zeigen wollen, irgendwann auf widerstand stoßen. nicht etwa, weil man ihnen nicht zustimmt oder glaubt oder weil sie quatsch erzählen, sondern weil man schwierigkeiten bekommt, zu leugnen dass sie sehr richtig liegen, und tief gehen.

    nur die wenigsten können ihre präsenz stets erweitern. meistens wird im lauf der zeit entweder die botschaft verzerrt oder versteckt, sich auf entsprechende regeln und organisation eingelassen (wozu ich auch die medienwirksamen satsanggeber wie samarpan oder tolle zähle) oder die leute verschwinden wieder aus der öffentlichkeit, mit ihren foren oder anderen angeboten. gewisse kommunikationskanäle können irgendwann “überschwemmt” werden mit leuten, die die falsche abbiegung genommen haben und ihre persönlichen feinde projizieren.

    aber nichts für ungut, wer weiss was diese wohl miese aktion eines unbekannten noch für gute folgen hat. vielleicht hast du uuns jetzt alles davor bewahrt, selbst mal mit büchern oder nebeneinkünften probleme zu bekommen?!

    viele grüße
    thomas

  • 13
    kometheus:

    tja was in solchen köpfen abgeht…
    vllt war es auch kein materieller neid, sondern spiritueller, da man dich auf der ebene jedoch nicht belangen kann, wollte er (oder sie?) dir vllt mit allen möglichen mitteln das leben schwer machen, ala “wenn du dich für so erleuchtet hältst, dann wollen wir mal schauen, ob du immernoch so glücklich bist, wenn du auf der straße sitzt”
    vllt war er einer von denen, die nicht wollen, dass zu viele menschen “erwachen”? so ein kapitalist oder wie heißen die bösen nochmal? wirft dir dann quasi kapitalismus vor^^

  • 14
    owk:

    @Kometheus: Danke für diesen (und deine anderen) Kommentare…

    lg
    Ed

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