OWK´s Blog

Ohne weiteren Kommentar ?

Zwischenbericht 1

06.05.08 (Persönliches)

Vor bald zwei Wochen habe ich meine letzten beiden Blog-Beiträge geschrieben, es ging um die plötzlich aufgetauchten Probleme mit dem hiesigen Sozialamt, daß ich seit meiner Rückkehr nach Wien vor ca. 2 Jahren nach achtjährigem “Aussteiger-Dasein” als soziales und finanzielles “Auffangnetz” sozusagen “benutzt” habe.

Seitdem gibt es nicht allzuviel Neues, ich hatte dorthin eine mehr als 20seitige Stellungnahme geschrieben, mit Aufstellungen, wie von mir verlangt und gefordert, bei Nachfrage hieß es, dies wäre mehr oder weniger “uninteressant” ohne Belege, obwohl ich 1) die Stellungnahme vorab schickte und darin mitteilte, die Belege beim nächsten Termin (morgen!) dann wie gewünscht mitbringen würde und ich 2) für den größeren Teil der Einnahmen (Spenden bei Seminaren etc.) ja nichtmal Belege habe.

Viel mehr möchte ich im Detail, vor dem morgigen Termin dazu auch gar nicht öffentlich schreiben, da ja hier offensichtlich von staatlicher Seite mitgelesen wird, was in mir ein sehr merkwürdiges Gefühl erzeugt, ein Gefühl der “Überwachung”.

Schön ist, daß ich z.b. nachweisen kann, daß ich in diesen beiden Jahren mit der Werbung auf meinen Webseiten (Google und Amazon) in Summe ca. 64 Euro “verdient” habe (Überschuss nach Abzug der Serverkosten), Dinge die mir “vorgeworfen” werden, und die man bei näherer Betrachtung einfach nur lächerlich finden kann … - bin ich mal gespannt, ob das morgen der zuständige Bearbeiter ähnlich sieht, oder nicht.

Noch möchte ich ihn (also den dortigen Sachbearbeiter) innerlich da nicht “bewerten”, da er ja tatsächlich ohne ersichtliche Zahlen nicht wissen kann, ob ich nun schwer verdient habe (z.b. an meinen Büchern etc), oder nicht - und ich kann durchaus nachvollziehen, daß meine Webseiten bei Unkenntnis der Sachlage durchaus den Eindruck erwecken könnten, hier wäre “ein großer Fisch” an die Angel gegangen.

Nichts desto trotz habe ich in der Zwischenzeit auch einen Termin bei einem Anwalt fixiert, der auf solche Fälle spezialisiert ist. Er hat mir als erstes Akteneinsicht empfohlen, wobei vom Sachbearbeiter gesagt wurde, daß ich nicht völlige Akteneinsicht haben könne, und man zuerst gucken muss, was ich sehen “darf” und was nicht. Ob das im Sinne des Datenschutzgesetzes ist, soll dann der Anwalt klären. Noch will ich da aber nicht “scharf schiessen”, nur eins ist klar: Ich bin zwar ein friedlicher Mensch, und ich halte “für den Frieden” mal durchaus auch die zweite Backe hin, aber es gibt auch eine Grenze, und ich werde morgen sehen, ob diese Grenze überschritten wird. Zumindest habe ich im Sinne von “Networking” in den letzten beiden Wochen so einige Kontakte hergestellt, die mir im Fall der Fälle eventuell helfen könnten.

Wobei ich ja noch nichtmal weiß, was der “Fall der Fälle” ist - und was ich dabei überhaupt “erreichen” möchte oder sollte. Bisher hatte ich den Eindruck, daß man da Seitens des Amtes mit mir nicht wirklich konstruktiv zusammenarbeiten möchte in der Aufklärung dieser Vorwürfe, sondern eher “vorverurteilend” handelt und auch mich als “Person” mehr oder weniger in diesem Sinn “behandelt”. Und da tauchen dann schon Fragen in mir auf, “ob ich mir das überhaupt antun soll”. Obwohl ich es mir bis zu einem gewissen Grad ja auch “antun lassen muss”. Will sagen: In einer Firma, wo mich der Chef oder ein Mitarbeiter so behandeln würde, wäre das mein letzter Arbeitstag, das ist klar.

Und selbst wenn ich daran ja “mitschuld” bin im Sinne, daß ich meine “Nebeneinkünfte” nicht angab, sinkt meine Bereitschaft, den Fall konstruktiv aufklären zu helfen und Daten ohne Ende zu liefern analog zum (scheinbaren) Druck der da auf mich ausgeübt wird und je mehr Destruktivität ich dabei wahrnehme. Konstruktiv mitarbeiten kann ich dabei nur, wenn auch außen ein Mindestmaß an Konstruktivität vorhanden ist. Was ich bisher nicht bemerkte.

Ein anderer Punkt ist, und darüber bin ich mir *noch nicht ganz* klar, inwieweit ich überhaupt selbst in Zukunft noch von dieser Stelle irgendwelche Unterstützungen in Anspruch nehmen möchte. Allein das Gefühl, daß meine Privatsphäre “staatlich” überwacht wird, bringt in mir jegliche Kreativität und auch Freude zum Stillstand. Ich habe keine Ahnung, ob hier künftig eine konstruktive Zusammenarbeit möglich ist und überhaupt sinnvoll ist und wie diese ausschauen könnte.

Ja, wollte nur einfach mal “zwischenberichten” … mal sehen. Morgen weiß ich dann möglicherweise schon wieder ein bisschen mehr ..

Edgar

4 Kommentare

  • 1
    Martina:

    Ich drücke dir alle Daumen, Edgar.
    Ich sage immer, alles, was man aus Liebe tut, kann nicht falsch sein. Und das Universum macht das schon. Ich segne mein Gegenüber immer in Liebe und dann klappt das schon, hat immer geklappt. Ich bin so auch mal aus den “Fängen” einer Übungsfirma herausgekommen, war fast genau so krass, egal. Passt schon.

  • 2
    Olaf:

    Naja, nimms nicht persönlich;)

    Ist doch völlig klar nach deren Logik, dass die das nachprüfen. Das würden die bei jedem anderen auch machen, der nicht einfach so vor sich hindarbt in der Arbeitslosigkeit, sondern ein nach außen selbstbewußtes und bestimmtes Leben führt. Du schaust halt nach “Reichtum” aus, auch wenn dieser nicht materiell ist;) Und das irritiert. Eigentlich müsstest du Mangel leiden, Edgar, schäm dich!

    ;)

    Gruß,

    Olaf

  • 3
    hechtsheimer72:

    ich drück Dich mal Edgar,

    und warte auf Zwischenbericht 2, wie es heute war!?

    grüßlis Claudi

  • 4
    owk:

    Danke für Eure lieben Beiträge…

    Edgar

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